Rundgänge

Historischer Ankerpunkt

Heimatverein weiht beim Stadtrundgang Infotafel am Obertor ein

Wo sich heute Haupt- und Lindenstraße treffen, stand im mittelalterlichen Schöppingen das Obertor. Im Einvernehmen mit der politischen Gemeinde hat es sich der Heimatverein zur Aufgabe gemacht, das frühere Stadttor und weitere wichtige Punkte der Historie des Vechtestädtchens zu kennzeichnen und im neuen Ortskern Informationstafeln zu errichten. Diese sollen die Schöppinger und ihre Gäste über die Vergangenheit der Kleinstadt, die als militärische Befestigungsanlage um 1390 entstand, informieren.

Dieses Vorhaben stellte Lothar Tietmeyer den rund 50 Anwesenden beim historischen Stadtrundgang des Heimatvereins am Sonntagabend vor. „An zentralen Punkten in Schöppingen sollen Gedenk- und Informationstafeln entstehen, die Hinweise auf die geschichtliche Entwicklung des Ortes geben und über frühere Ereignisse aufklären", so der Geschäftsführer des Heimatvereins. So soll auch die alte Gedenktafel am Obertor reproduziert werden und auf einer Zusatztafel in alter Schreibweise den Hinweis „Daudenstroet" erhalten. Die Tafel soll als Erinnerung an die 43 Opfer dienen, die im 30-jährigen Krieg auf der Totenstraße, wie sie im Volksmund genannt wurde, erschlagen wurden.

Auch der Standort des Untertors in Höhe der heutigen Sparkasse soll deutlich markiert werden. „Der genaue Platz muss noch festgelegt werden, wir denken an ein Fragment aus Naturstein mit einer Mindesthöhe von drei Metern. Idealerweise sollen die Bogenteile an beiden Seiten der Straße gebaut werden", erläuterte Tietmeyer.

An dem Torfragment sollen später Informationsplatten mit Hinweisen etwa über die Entstehung der Stadt und die Niederlegung der Stadttore eingelassen werden. Zusätzlich sollen auch an der Rathausstraße, der Wallstraße, der Mühlenstiege, am Mühlenwall und an der Kirchenmauer Tafeln errichtet werden, die über die Funktion der einzelnen Standorte informieren. Vor dem Ostgiebel des Alten Rathauses soll zudem eine runde Bodenplatte eingelassen werden, die auf die alte Stadtpumpe verweist

Bereits fertig gestellt ist die Informationstafel an der Ecke Hauptstraße/Lindenstraße (Obertor), in der am Sonntag im Rahmen des Stadtrundgangs eine Urkunde ins Fundament eingelassen wurde. Das Bronzerelief auf dem Natursteinsockel veranschaulicht, wie die Kleinstadt Schöppingen um das Jahr 1600 ausgesehen haben könnte, und markiert wichtige Standorte wie das Alte Rathaus und die St.-Brictius-Kirche.
An den Rundgang schloss sich wie immer ein gemütliches Beisammensein im Alten Rathaus mit an.

nach Westf.Nachrichten vom 27.10.09

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