Totenzettel

Wir sammeln Totenzettel aus dem Raum Schöppingen und der Umgebung. Sie sind ein Stück Kulturgut, das langsam verschwindet. Früher gehörten die kleinen Zettel in jedes Gebetbuch. Während die Totenzettel heute kaum noch Wissenswertes über den Verstorbenen enthalten, so sind die älteren Exemplare eine wahre Fundgrube für den genealogisch Interessierten.

Oft findet man mitunter kleine Biografien - mit Todesursache, Kinderzahl, ausgeübte Ehrenämter oder Beruf. Und gerade diese Daten sind für die Erforschung einer Familie wichtig. Nicht nur die nackten Fakten wie Geburt, Taufe, Heirat und Tod interessieren den Familienforscher, sondern auch, wie die Vorfahren lebten, was sie besaßen, woran sie starben und wohin Familienmitglieder gezogen sind.

Fündig wird man in den Tauf-, Heirats- und Sterberegister der Pfarrkirche oder der Gemeinde. Diese liefern die entscheidenden Lebensdaten der Vorfahren. Aber auch die früher reich begüterten Adelsarchive geben viele Informationen.
Die Einschränkungen des Datenschutzes bei den Personenauskünften für genealogische Nachforschungen stellen bei den staatlichen Stellen (nach 1874!) oft ein kaum zu überwindendes Hindernis dar.

Hier helfen die Totenzettel, die etwa ab 1800 aufkamen. Besonders die Kriege 1866 und 1870/71 „förderten" diese Tradition. Man gedachte und ehrte damit die auf den Schlachtfeldern der Kriege verbliebenen Männer und Söhne, die ihre Ruhestätte in fremder Erde, weit entfernt von der Heimat fanden. Heute sind die Totenzettel ein Stück Kulturgeschichte und zeigen den Wandel vom Fürbittzettel zum Gedenk- und Erinnerungszettel. Und gerade die älteren Totenzettel enthielten die Bitte, für das Seelenheil des Dahingeschiedenen zu beten.

Daher unsere Bitte:

Helfen Sie dem Heimatverein Schöppingen bei der Sammlung der Totenzettel.

Bislang haben wir über 5 000 Totenzettel gesammelt.

Sie stehen allen Interessierten für Nachforschungen auf einer CD „gebrannt" mit Suchfunktionen zur Verfügung. Kreisweit sind es bereits über 55 000 Totenzettel.   Auch diese Totenzettel können auf der CD eingesehen und für die Familienforschung verwendet werden.


Sie können die Totenzettel bei

Klemens Fürstenau Bergstiege 2 ;Tel. : 1618, und

Guste Rehring, Ebbinghoff 9, Tel.: 1253 abgeben

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am besten in einem verschlossenen Umschlag mit Namen und Adresse. Sie erhalten die Totenzettel umgehend zurück.


Weitere Auskünfte erteilt gerne :
Bernhard Rehring
Kugeltimpen 3
48431 Rheine

Tel: 05971-15053. / Email