Auf Initiative der Heimatvereine Eggerode und Schöppingen entstand im Jahre 2002 entlang der Radwege zwischen Eggerode und Schöppingen sowie in den Bauernschaften ein Poetenpfad mit 40 plattdeutschen Gedichten.
Auf einer gemütlichen Fahrradtour durch Schöppingen und Eggerode kann man im wahrsten Sinne des Wortes münsterländische Lyrik (er-)fahren. Eine feste Fahrroute wird nicht vorgegeben. Es ist Absicht, sich durch zufällige Begegnungen mit der plattdeutschen Sprache am Wegesrand inspirieren zu lassen. Mit dieser Aktion möchten die beiden Heimatvereine die Tradition der plattdeutschen Sprache und die Erinnerung daran wach halten.
Um den Ortsteil Eggerode herum werden im Plan 2 Wanderrouten vorgeschlagen, die einen guten Überblick über den „Plattdütsken Patt" geben. Die „große" Route von ca. 1 Std. mit insgesamt 11 Gedichten, die „kleine" Route von ca. 0 Std. mit insgesamt 8 Gedichten, verschaffen poetische Augenblicke inmitten der schönen Natur von Eggerode.
Um Schöppingen herum ist ein weiterer Rundweg eingezeichnet, der mit dem Fahrrad (ca. 10 Std.) erfahren werden kann. 13 Tafeln mit Gedichten lassen die Verbundenheit mit der plattdeutschen Sprache im Schöppinger Raum lebendig werden.
(aus dem Kommentar der Karte zu Kapellenroute und Plattdütskem Patt)
Am 9. August 2008 fuhr nun eine Arbeitsgruppe des Heimatvereins Schöppingen einen Teil des Plattdütsken Patts ab, um eine Bestandsaufnahme zu machen. Wind und Wetter, aber auch unvorsichtige Kraftfahrer und leider auch Vandalen hatten vielen der Pfähle mit den Schrifttafeln zugesetzt. Nun sollen zunächst verschmutzte Tafeln gereinigt und lose Schrauben angezogen werden. Dann aber wollen die beiden Heimatvereine die alten Tafeln durch witterungsbeständigere ersetzen.
-akö- Schöppingen/Eggerode. 40 neue Schilder zieren den „Plattdütsken Patt" in Schöppingen und Eggerode. Mitglieder der Heimatvereine Schöppingen und Eggerode stellten je 20 neue Pfähle mit den dazugehörigen Texten plattdeutscher Gedichte auf. In einem kleinen festlichen Akt wurde das letzte Schild an der Jahrtausend-Eiche nahe dem Hof Niehoff am vergangenen Freitag angebracht.
Dazu hatte Bürgermeister Josef Niehoff die Vorstandsmitglieder beider Vereine, alle aktiv an der Aktion Beteiligten und die Hevener Nachbarn, die den Standort betreuen, eingeladen. Zünftig mit Spaten und Schüppe musste natürlich der letzte Pfahl in die Erde, wobei alle kräftig mit anpackten, Bürgermeister und die Vorsitzenden der Heimatvereine Konrad Overhage und Hubert Roosmann nicht ausgenommen. Auch die Frauen nahmen rege Teil, so zum Beispiel Mechthild Blanke, die in das frisch geschaufelte Loch hinabstieg, um sich von der notwendigen Tiefe zu überzeugen.
Nach getaner Arbeit lasen Bürgermeister Josef Niehoff, Vorsitzender Hubert Roosmann, Vorsitzender Konrad Overhage und Maria Niehoff für die Nachbarn je eine Strophe des Gedichts von Anton Aulke (1887 – 1974) „Unner de Eiken" vor.
Anschließend luden Maria und Josef Niehoff alle zu einer kleinen Stärkung auf ihren Hof ein. Es gab Spiegeleier auf Schinken, die der Bürgermeister höchstpersönlich in der Pfanne briet.
Josef Niehoff bedankte sich bei allen, die die Erneuerung des „Plattdütsken Patt" so zügig durchgeführt hatten besonders bei der Sparkassenstiftung des Kreises Borken. „Beide Vereine haben mit ihrem tatkräftigen Einsatz einen vorbildlichen Anteil am Gelingen", stellte er heraus. Noch einige Zeit feierten die Mitglieder beider Vereine und die Nachbarn die gelungene Aktion und kamen überein, dass es von großem Wert sei, weiterhin eng zusammenzuarbeiten und gemeinsame Projekte anzugehen.
Nach Westf. Nachrichten vom 13.10.2009